16.09.2013 / Ausland / Seite 2

»Gibt es ein Problem? Dann schieß!«

Israels Kriegstreiber wollen die Bombardierung Syriens – die Bevölkerung hat aber Angst. Gespräch mit Michael Warschawski

Raoul Rigault
Michael Warschawski lebt in Jerusalem. Er ist Marxist, Antizionist und Mitbegründer des Alternative Information Center (AIC). Wegen Unterstützung der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) wurde er 1989 zu 20 Monaten Haft verurteilt.

Wie sehen die tonangebenden Kräfte in Israel die Auseinandersetzung um mögliche Bombenangriffe der USA auf Syrien?

Die meisten Kommentatoren sind enttäuscht darüber, daß mit der Genfer Vereinbarung zur Zerstörung der syrischen Chemiewaffen die Entscheidung über einen Militärschlag gegen Syrien erst einmal aufgeschoben ist. Für Israels neokonservative Ministerriege bestätigt das Verhalten von US-Präsident Barack Obama, daß das Weiße Haus von Schwächlingen dominiert wird, die durch ihr Zögern nur Schaden anrichten.

Das ist die politische Philosophie der Rechtskoalition in Tel Aviv: »Gibt es ein Problem? Dann schieß!« Deshalb ist bei unseren Kriegstreibern Frankreichs Präsident François Hollande über N...

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