05.09.2013 / Titel / Seite 1

Krieger sucht Verbündete

US-Präsident Barack Obama wirbt um Zustimmung zur Bombardierung Syriens. Sein Amtskollege in Rußland fordert Beweise für Giftgasvorwürfe an Damaskus

Rüdiger Göbel
Während seine Minister und Militärs im Kongreß in Washington die Abgeordneten und Senatoren für ein Ja zur Militärintervention in Syrien bearbeiten, ist US-Präsident Barack Obama in Europa auf Kriegswerbetour. Im Vorfeld des G-20-Gipfels im russischen St. Petersburg hat der Friedensnobelpreisträger gestern Stockholm besucht. Ziel dort: die politischen Spitzen Schwedens, Norwegens, Dänemarks, Finnlands und Islands zur Rückendeckung für den geplanten Angriff auf Syrien zu bewegen. Die »internationale Gemeinschaft« dürfe »angesichts einer solchen Barbarei nicht schweigen«, sagte Obama mit Blick auf die Berichte über den Einsatz von Giftgas in der Nähe von Damaskus vor gut zwei Wochen. Auf diese »entsetzliche Gewalt« nicht zu reagieren, würde das Risiko weiterer Angriffe mit Chemiewaffen nur erhöhen. Für den US-Präsidenten ist klar: Verantwortlich für das Kriegsverbrechen mit mehreren hundert Toten ist Syriens Staatschef Baschar Al-Assad. Heute und morgen wil...

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