31.08.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

Machtkampf in der Oase

Vormarsch auf Damaskus gestoppt: Syrische Armee drängte islamistische Brigaden zurück. Dann kamen Berichte über Giftgasangriffe

Karin Leukefeld
Sollten die USA in Syrien mit »gezielten Luftschlägen« eingreifen, werden sie nicht die syrische Zivilbevölkerung beschützen. Das Ziel der Angriffe dient vermutlich eher der Herstellung eines »militärischen Gleichgewichts« zu ungunsten der syrischen Streitkräfte, die in den vergangenen Monaten und Wochen militärisch erfolgreich die Aufständischen in vielen Teilen des Landes zurückschlagen konnten. Die Angriffe werden aber nicht die weitgehend unklare Struktur der »Freien Syrischen Armee« unterstützen, sondern Brigaden von Islamisten, die aus Damaskus die Hauptstadt eines »Islamischen Kalifats« machen wollen. Dank ihrer überwiegend saudischen Geldgeber haben sie seit ihrem ersten Angriff auf die Metropole im Juli 2012 rund 25.000 Kämpfer im Gebiet Ghouta (Oase) zusammengezogen. Der einstige Grüngürtel im Osten und Süden von Damaskus ist zur Kampfzone und zum Sammelpunkt von Kämpfern aus allen Landesteilen und aus dem Ausland geworden. Mindestens 13 verschi...

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