29.08.2013 / Ausland / Seite 6

Nicht mehr vertrösten lassen

Ägypten: Textilarbeiter streiken für ausstehende Zahlungen

Gerrit Hoekman
Die Textilarbeiter der ägyptischen Stadt Al-Mahalla sind für ihren Kampfgeist bekannt. Hier begann im April 2008 der größte Generalstreik in der 30jährigen Ära Hosni Mubarak. Viele Ägypter zeigten sich damals solidarisch mit den streitbaren Malochern aus dem Nildelta. Auf den Straßen lieferten sich Demonstranten heftige Straßenschlachten mit der Polizei. Der Ausstand gilt in Ägypten als Anfang vom Ende der Herrschaft Mubaraks, die am 25. Januar 2011 endete.

Seit Montag streiken die Arbeiter von Al-Mahalla wieder. 10000 Beschäftigte der »Ghazl Al-Mahalla«, der mit insgesamt 24000 Arbeitern größten Textilfabrik des Landes, erscheinen nicht mehr am Arbeitsplatz. Der Grund: Die Firma, die sich im Staatsbesitz befindet, hat ihnen erst die Hälfte der ihnen zustehenden Gewinnbeteiligung ausgezahlt. Es geht dabei um einen Bonus, der dem Lohn von anderthalb Monaten Arbeit entspricht. Eigentlich sollten sie den Betrag Anfang des Monats in der Lohntüte haben, doch ...

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