27.08.2013 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Fluch der Kapitalflucht

Neben Indien kämpfen auch Brasilien und Indonesien gegen rapiden Währungsverfall. Global ­agierende Spekulanten ziehen weiter Mittel aus Schwellenländer ab

Wolfgang Pomrehn
Die Währungen verschiedener Schwellenländer werten derzeit massiv ab. Brasilien, Indien oder auch Indonesien leiden unter dem Verfall. Zum Wochenauftakt traf es einmal mehr die indische Rupie, die sich inzwischen auf einem historischen Tiefstand bewegt. Am Montag stand der Kurs bei 64,20 Rupien pro US-Dollar (85,8 pro Euro), nachdem sie sich vergangene Woche zeitweilig ein wenig berappelt hatte. Derweil mußten gestern 10875 indonesische Rupiah für einen US-Dollar gezahlt werden – so viel wie seit vier Jahren nicht mehr. Regierungen und Notenbanken der betroffenen Staaten versuchen, den Abwärtstrend aufzuhalten.

Ausgelöst wurden die Abwertungen durch massiven Kapitalabzug aus den betroffenen Volkswirtschaften. Da sich seit etwa zwei Wochen die Zeichen mehren, daß die US-Notenbank ihren Billiggeldkurs korrigieren könnte, zogen und ziehen Anleger besonders viel Geld aus einem Teil der Schwellen- und Entwicklungsländer ab. Brasilien beispielsweise, das...

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