17.08.2013 / Titel / Seite 1

Militär schickt Panzer

Am »Tag des Zorns« der Muslimbrüder kommt es in Ägypten erneut zu schweren Kämpfen. Zahlreiche Tote in mehreren Städten und brennende Kirchen

Sofian Philip Naceur, Kairo
Seit der gewaltsamen Räumung der Protestcamps der Muslimbrüder mit nach neuen amtlichen Angaben 624 Toten versinkt Ägypten in einer Spirale der Gewalt. Die Bruderschaft goß dabei weiteres Öl ins Feuer und rief für den gestrigen Freitag zu einem »Tag des Zorns« auf. Der Kampf für den Sturz des »illegitimen Regimes« – gemeint ist die vom Militär eingesetzte Übergangsregierung von Interimspräsident Hasem ­Beblawi – sei eine »islamische, nationale, moralische und menschliche Pflicht«, heißt es auf ihrer Website. Dutzende Protestzüge formierten sich allein im Großraum Kairo und zogen zum Ramses-Platz im Zentrum der Hauptstadt. Heftige Ausschreitungen zwischen Sicherheitskräften und teils bewaffneten Anhängern der Bruderschaft brachen aus. Kairos Innenstadt wurde zum Kriegsgebiet. Auch in anderen Städten des Landes zogen Anhänger der Bruderschaft auf die Straße, attackierten Polizei- und Militäreinrichtungen und brannten Regierungsgebäude nieder. In...

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