17.08.2013 / Thema / Seite 10

Bill Gates in Afrika

Hintergrund. Eine Allianz privater Stiftungen versucht, den profitablen Teil der afrikanischen Landwirtschaft in den Weltmarkt zu integrieren – als Vorreiter einer grünen Konterrevolution (Teil I)

Peter Clausing
Zugegeben, Revolutionen sind aus der Mode gekommen. Dabei wäre eine grüne Revolution, die diesen Namen tatsächlich verdient, in Afrika bitter nötig. Denn einerseits ist für 200 Millionen der dort lebenden Menschen Hunger eine täglich Realität, andererseits ist das Potential vorhanden, Afrikas Bevölkerung jetzt und auch perspektivisch mit Hilfe agrarökologischer Anbauverfahren zu ernähren.1 Doch die grüne Revolution, an die wir denken, wenn wir diesen Begriff hören, hatte Afrika niemals erreicht.

Die »Grüne Revolution«

Die Geschichte des Begriffes »Grüne Revolution« geht bis in die 1960er Jahre zurück. Er wurde von William Gaud geprägt, damals Direktor der US-»Entwicklungshilfe«-Behörde USAID (United States Agency for International Development). Gaud hielt am 8. März 1968 in Washington eine Rede, in der er die »friedliche«, von den USA initiierte Grüne Revolution der »gewaltsamen Roten Revolution der Sowjets« gegenüberstellte und mit der die letztere einge...

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