24.07.2013 / Ausland / Seite 6

»Tinte Israels«

Libanon: Kritik an Aufnahme der Hisbollah in EU-Terrorliste. Präsident Sleimann bestellt Brüssels Botschafterin Eichhorst ein

Karin Leukefeld, Beirut
Die libanesische Hisbollah hat in einer in Beirut veröffentlichten Stellungnahme ihre Aufnahme in die »Terrorliste« der Europäischen Union als »aggressiv und ungerecht« zurückgewiesen. Es gäbe »keine juristische Rechtfertigung und keinerlei Beweise« für die vorgetragenen Vorwürfe. Die EU habe nur ihre Unterschrift unter ein Papier gesetzt, das »mit der Hand der USA und der Tinte Israels geschrieben« worden sei.

Die EU-Außenminister hatten am Montag einen »militärischen Flügel« der Hisbollah als »terroristische Organisation« eingestuft. Noch am Freitag zuvor hatte die libanesische Regierung vor einer solchen Entscheidung gewarnt und erklärt, die Hisbollah sei »ein wesentlicher Teil der libanesischen Gesellschaft«.Trotzdem stimmten alle 28 Minister dem Antrag der EU-Außenbeauftragen Catherine Ashton zu. Allerdings hätten »einige Staaten Bedenken« geäußert, ob es möglich sei, zwischen einem »bewaffneten Arm« und der »politischen Organisation« der Hisbollah ...

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