22.07.2013 / Politisches Buch / Seite 15

Siedlerkolonialismus

Petra Wilds Buch zur Politik Israels gegenüber Palästinensen

Werner Pirker
Es gehört zu den Standardrechtfertigungen der prozionistischen Propaganda, daß an Israel strengere Maßstäbe angelegt würden als an andere Länder. Andere Maßstäbe werden tatsächlich angelegt, aber keineswegs strengere. »Sobald es um Israel geht, wenden auch kritische Köpfe völlig andere Kriterien an als auf andere Staaten«, schreibt die Arabistin und Islamwissenschaftlerin Petra Wild im Vorwort zu ihrem Buch »Apartheid und ethnische Säuberung in Palästina. Der zionistische Siedlerkolonialismus in Wort und Tat«. Und weiter: »Während es in den 1980er Jahren selbstverständlich war, den Apartheidstaat Südafrika zu boykottieren, wird die Apartheidpolitik Israels als zulässig betrachtet, da dieses seinen jüdischen Charakter bewahren müsse.«

Wild charakterisiert das zionistische Projekt als Siedlerkolonialismus, den es auch in den USA, Australien, Neuseeland und Südafrika gegeben habe. Das südafrikanische Apartheidregime sei im Unterschied zu den anderen Staaten...

Artikel-Länge: 7474 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe