16.07.2013 / Ausland / Seite 6

Kriegsdrohungen Israels

Netanjahu beendet Propagandapause nach der iranischen Präsidentenwahl

Knut Mellenthin
Genau einen Monat nach der iranischen Präsidentenwahl vom 14. Juni hat Benjamin Netanjahu seine Kriegsdrohungen wieder aufgenommen. In einem Interview mit dem US-amerikanischen Sender CBS kündigte der israelische Regierungschef am Sonntag an, er werde mit militärischen Aktionen gegen Iran »nicht warten, bis es zu spät ist«. »Wir müssen uns der Frage, wie Iran aufgehalten werden kann, vielleicht zuwenden, bevor es die USA tun.« Zwar hätten die Iraner mit ihren Atomprogramm noch nicht die »rote Linie« erreicht, von der Netanjahu am 27. September vorigen Jahres vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen sprach. Sie näherten sich dieser aber in beschleunigtem Tempo an und könnten sie »in wenigen Wochen« überschreiten.

Der internationalen Gemeinschaft warf der israelische Premier vor, kein richtiges Verständnis von der Dringlichkeit des Problems zu haben, sondern sich durch die Ereignisse in Syrien und Ägypten ablenken zu lassen. »Dabei ist Iran das wicht...

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