15.07.2013 / Titel / Seite 1

Alle für einen

Zukunftsweisender Gipfel: MERCOSUR-Länder rufen Botschafter wegen Überflugverbot für Morales aus Europa zurück. Staatenbund soll Entwicklungsmotor werden

Volker Hermsdorf
Die Regierungen Lateinamerikas wollen sich gemeinsam gegen die Spionageangriffe der USA wehren. Der bolivianische Präsident Evo Morales beschuldigte am Samstag deren Geheimdienste, die E-Mail-Korrespondenz von Mitgliedern seiner Regierung ausgespäht zu haben. Auch die diplomatische Krise zwischen Lateinamerika und Europa hat sich am Wochenende weiter zugespitzt. Das Anfang Juli von Frankreich, Italien, Portugal und Spanien verhängte Überflugverbot für den bolivianischen Präsidenten Evo Morales überschattete das am Freitag (Ortszeit) beendete Gipfeltreffen des südamerikanischen Wirtschaftsverbunds MERCOSUR im uruguayischen Montevideo. Dessen Vollmitglieder Argentinien, Brasilien, Uruguay und Venezuela beschlossen, ihre Botschafter aus den vier europäischen Ländern zu Konsultationen zurückzurufen. Ecuador schloß sich diesem Schritt am Samstag an.

Auf der zweitägigen Konferenz verabschiedeten die Mitglieder des Bündnisses insgesamt 16 Vereinbaru...

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