13.07.2013 / Ausland / Seite 6

Zehntausende im Hungerstreik

In Kalifornien verweigern 30 000 Gefangene Nahrungsaufnahme. Sie fordern Verbesserung der Haftbedingungen

Jürgen Heiser
In Kalifornien haben Zehntausende Gefangene in den Hochsicherheitsgefängnissen des US-Bundesstaates nach einer zweijährigen Phase von schleppenden Verhandlungen am 8. Juli ihren 2011 unterbrochenen Hungerstreik zur Durchsetzung humaner Haftbedingungen wieder aufgenommen (jW berichtete). Neben der Nahrungsaufnahme verweigern die Inhaftierten auch die Arbeit in den Gefängnisbetrieben. Wie das Aktionsbündnis »Prisoner Hunger Strike Solidarity« (PHSS) in Oakland berichtete, fanden zum Auftakt des Streiks Solidaritätskundgebungen von Menschenrechtsgruppen in acht kalifornischen und kanadischen Städten statt.

Im Juli 2011 hatte der von Häftlingen des Staatsgefängnis Pelican Bay ausgehende Hungerstreik 20 Tage gedauert und war in 13 der 33 Haftanstalten von bis zu 6 600 Gefangenen getragen worden. Nach einem Einlenken der Gefängnisbehörde California Department of Corrections and Rehabilitation (CDCR) war der Streik ausgesetzt worden. Als die Gefängnisbehörde jed...

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