13.07.2013 / Ausland / Seite 6

Schreiben und Lesen

US-Gefängnis: Kommunikationsverbot als Strafe für das Verbreiten der Wahrheit

Mumia Abu-Jamal
Die US-Gefängnisbehörde Department of Corrections (DOC) hat unseren Kolumnisten Mumia Abu-Jamal am 28. Juni mit einem bis zu diesem Wochenende andauernden disziplinarischen Kommunikationsverbot belegt (siehe jW vom 6. Juli). Aus diesem Grund veröffentlichen wir anstelle einer aktuellen Kolumne eine andere, in der er sich 1995 mit dem ersten gegen ihn verhängten Schreibverbot befaßte.

Am 3. Juni 1995, einen Tag nach Unterzeichnung des ersten Hinrichtungsbefehls gegen mich, wurde ich mit einem Disziplinarverfahren konfrontiert. Es lag eine Anzeige wegen »unerlaubter Betätigung in einem Gewerbe oder Beruf« gegen mich vor, weil ich auch hinter Gittern weiter als Journalist tätig bin. Der Staat will mit allen Mitteln verhindern, daß Sie lesen können, was ich schreibe. Weil ich es wage, die Wahrheit auszusprechen oder aufzuschreiben, bestrafen sie mich erneut, obwohl ich schon der härtesten Strafe unterworfen bin, die das System vorsieht.

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