24.06.2013 / Inland / Seite 2

»Also, so wild ist das nicht«

Viele Lebensmittel, die noch gut sind, werden vom Handel weggeworfen. Wer da zugreift, muß mit der Justiz rechnen. Ein Gespräch mit Rowena F.

Peter Steiniger
Rowena F. (21) lebt in Düren. Die Umweltaktivistin ist eine von zwei Beschuldigten im laufenden Container-Prozeß vor dem Aachener Landgericht

Sie und ein weiterer Beteiligter wurden in erster Instanz wegen Entwendung abgelaufener Lebensmittel aus Müllcontainern eines REWE-Supermarkts in Düren (NRW) zu empfindlichen Geldbußen verurteilt. Was hat Sie dazu bewogen, beim zweiten Frischegrad zuzugreifen?

Ich finde es schlimm, wie viele Lebensmittel im Müll landen, obwohl auch hierzulande sehr viele Menschen nicht ausreichend Lebensmittel haben oder zwar genügend Kalorien bekommen, aber kaum Abwechslung und Nährstoffvielfalt. Da nicht zuzugreifen – das könnte ich einfach nicht. Es ist mir wichtig, nicht noch beizutragen zu diesem kapitalistischen Wirtschaften. Ich kauf einfach nicht gerne ein, es gibt sinnvollere Tätigkeiten. Gerade jetzt ist es mir wichtiger, mehr Zeit zu haben für politische Aktivitäten.

Haben Sie keine hygienischen Bedenken, solche aus...


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