20.06.2013 / Inland / Seite 4

Hartz-IV-Kritik unerwünscht

Bundesagentur für Arbeit will unbequeme Mitarbeiterin loswerden und dementiert: »Die behaupteten Mißstände gibt es nicht«

Susan Bonath
Jobcenter-Mitarbeiter sollen die rigide Agenda-Politik durchsetzen und Erwerbslose im Hartz-IV-Bezug nicht nur vermitteln, sondern gängeln, überwachen und sanktionieren, wenn diese ihnen auferlegte Regeln nicht strikt befolgen. Daß die Bundesagentur für Arbeit (BA) Angestellte, die das ablehnen und zudem öffentlich das Hartz-IV-System anprangern, schnellstmöglich loswerden will, zeigt der Fall von Inge Hannemann. Die Hamburger Arbeitsvermittlerin kämpft um ihren Job und sieht sich von der BA verleumdet. Die Behörde trat vor einigen Tagen mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit. Gegen diese Darstellung regte sich Protest. Vor allem Erwerbslose fordern, die BA solle sich öffentlich bei ihrer Angestellten entschuldigen. Dazu haben sie eine Petition gestartet, die mittlerweile mehr als 2250 Unterstützer hat. Auch Hannemann reagierte auf die Veröffentlichung der BA umgehend mit einer Gegendarstellung.

Auf ihrer Internetseite »altonabloggt« hatte Hann...

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