18.06.2013 / Ausland / Seite 8

»Ein emanzipatorischer Sprung für die Türkei«

Menschen aus unterschiedlichsten Milieus bieten Erdogans Polizei die Stirn. Ein Gespräch mit Roman Denter

Peter Wolter
Roman Denter ist Mitglied des ­Koordinierungskreises von ATTAC und ist aktiv bei den Blockupy-Protesten

Sie sind für das deutsche ATTAC-Netzwerk nach Istanbul gefahren – was sind Ihre Eindrücke bisher?

Nach den massiven Übergriffen der türkischen Polizei auf Demonstranten vergangene Woche ging es darum, möglichst schnell Vertreter von Verbänden, politischen Gruppen sowie Parlamentarier nach Istanbul zu bringen. Die Delegation, der ich mich angeschlossen habe, besteht aus 38 Leuten, die u. a. aus Großbritannien, Frankreich, der Schweiz, Österreich und Deutschland kommen.

Gab es Probleme bei der Einreise?

Nein, Schwierigkeiten bekamen wir allerdings später, als wir uns gegenüber der Polizei auf unsere Funktion als Beobachter beriefen. Das ist zwar durch internationales Recht abgedeckt – was die Polizei aber nicht die Bohne interessiert. Die Bundestagsabgeordneten der Linkspartei, Sevim Dagdelen und Heike Hänsel, die auch nach Istanbul gereist wa...

Artikel-Länge: 4663 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe