12.06.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

Kampf um die Köpfe

Protest gegen Bundeswehrwerbung an Schulen und Universitäten wächst. Doch die Gegenseite schläft nicht. Der Streit um Militarisierung verschärft sich

Michael Schulze von Glaßer
Während manche Gutmenschen mit dem Gefühl moralischer Überlegenheit unsere Bundeswehr diffamieren, riskieren die Soldaten im Einsatz ihr Leben für sie«, empörte sich die FDP-Bundestagsabgeordnete Miriam Gruß im Mai in der Berliner Morgenpost über die Vergabe des Aachener Friedenspreises. Den haben in diesem Jahr drei Schulen in Düsseldorf, Berlin und Offenbach am Main bekommen, die der Bundeswehr ein Werbe- und Hausverbot erteilt haben: »Wir zeichnen damit die Schulen aus, die als erste in den Jahren 2010 und 2011 diesen Beschluß in ihren Schulkonferenzen gefaßt haben. Wir wollen den Mut und die Courage der Schülerinnen und Schüler, der Eltern, Lehrerinnen und Lehrer mit dem Aachener Friedenspreis 2013 würdigen und gleichzeitig ein Signal gegen den Mainstream der Militarisierung in unserer Gesellschaft setzen«, heißt es in der Begründung des Vereins Aachener Friedenspreis. Die Bundeswehr drängt seit Jahren mit Jugendoffizieren und Wehrdienstberatern in di...

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