08.06.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

Vereint gegen Erdogan

Bei den andauernden Demonstrationen gegen die AKP-Regierung kommen erstmals verschiedene Protestbewegungen in der Türkei zusammen

Mehmet Calli
Seit zwei Wochen schaut die Welt auf die Türkei und verfolgt, wie die Demonstration von ein paar hundert Umweltschützern trotz brutalster Polizeigewalt zu einer landesweiten Protestbewegung angewachsen ist. Die einen erinnert das Geschehen an den sogenannten Arabischen Frühling. Andere wiederum sehen in den Protesten einen Volksaufstand. Der AKP-Regierung zufolge sind sie das Werk einer Handvoll von ausländischen Geheimdiensten aufgestachelten Plünderern. Wo ist die Bewegung einzuordnen? Um diese Frage beantworten zu können, muß man auf die Entwicklungen in der Regierungszeit der AKP schauen.

Was ist passiert?

Am 29. Mai verkündete Ministerpräsident Erdogan bei der Grundsteinlegung für die dritte Brücke über den Bosporus, der Gezi-Park am Taksim-Platz werde planiert und an seiner Stelle die Topcu-Kaserne wieder aufgebaut. Am selben Tag begann bereits das Abholzen im Park. Daraufhin versammelten sich dort einige hundert Umweltschützer und errichteten ein P...

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