03.06.2013 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Nicht stichhaltig

Ver.di-Bundesvorstand rechtfertigt Neuauflage des DGB-Leiharbeitstarifs. Doch die Argumente sind wenig überzeugend

Daniel Behruzi
Die innergewerkschaftliche Debatte über eine Neuauflage der DGB-Tarifverträge für die Leiharbeitsbranche geht weiter. In den vergangenen Wochen haben Hunderte Gewerkschafter diverse Petitionen unterzeichnet und Dutzende Gremien Resolutionen beschlossen, um eine Fortsetzung des von der DGB-Tarifgemeinschaft sanktionierten Lohndumpings zu verhindern (jW berichtete). Sie fordern, die Verträge ersatzlos auslaufen zu lassen und so dem im Arbeitnehmer-Überlassungsgesetz (AÜG) festgeschriebenen Grundsatz gleicher Bezahlung von Leih- und Stammbeschäftigten (Equal Pay) zur Geltung zu verhelfen. In einer ausführlichen Stellungnahme legt der ver.di-Bundesvorstand nun dar, warum er diesen Vorschlag ablehnt.

Die seit zehn Jahren bestehenden Leiharbeitstarife sollten die Betroffenen »vor Lohndumping schützen«, heißt es in dem jW vorliegenden Papier. Dabei sind es die vom Gewerkschaftsbund geschlossenen Verträge selbst, die Lohndumping via Leiharbeit erst ermöglichen. ...

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