08.05.2013 / Antifa / Seite 15

Braunes, grün serviert

»Gute Nazis«: Der Antiatomkraftpionier Holger Strohm entdeckt seine Nähe zur rechtsextremen Ökoszene

Heinz-Werner Jezewski
Auf den ersten Blick ist Holger Strohm einer, dem man in Sachen Atomkraft vertrauen kann. Sein Bestseller »Friedlich in die Katastrophe« erschien 1971 und trug erheblich dazu bei, die bis dahin eher diffuse Abneigung gegen die Atomkraft auf ein seriöses Fundament zu stellen. Der Autor, mittlerweile über 70, versuchte noch in den Siebzigern, für die »Bunte Liste« in die Hamburgische Bürgerschaft einzuziehen, flog aus der SPD und legte sich kurz vor der Katastrophe von Tschernobyl derart mit der Atomindustrie an, daß ein Haftbefehl gegen ihn erwirkt wurde und er mit seiner Familie nach Portugal fliehen mußte.

Auf den ersten Blick wirkt auch das Magazin Umwelt&Aktiv vertrauenswürdig. Liest man aber in das gefällig aufgemachte Heftchen hinein, fällt neben dem Schwerpunkt »Heimatschutz«, der original aus dem NPD-Parteiprogramm übernommen ist, unter anderem die merkwürdige Rechtsform von Umwelt&Aktiv auf. Es ist keine Zeitschrift, sondern der Mitgliederrundbri...

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