17.04.2013 / Ausland / Seite 6

Das Land den Landlosen

Bolivien: Ergebnisse der Agrarreform nach sieben Jahren Morales-Regierung

Benjamin Beutler
Das kleine bolivianische Dorf Pasaropa im Departamento Cochabamba liegt weit ab vom Schuß, knapp 280 Kilometer sind es bis zur Regionalhauptstadt. »489 Landtitel wurden dort am Montag an Landwirtschaftsgenossenschaften, Gemeinschaften und Gebietsorganisationen übergeben«, informierte Víctor Hugo Claure. Er ist der Chef der Filiale des Nationalen Agrarinstituts (INRA), der Behörde zur Neuverteilung von Ackerland, in Cochabamba. Insgesamt 34695 Hektar Staatsland wurden hier übereignet. Nutznießer der von Präsident Evo Morales 2009 ausgerufenen »Agrarrevolution« sind an diesem Tag »501 Frauen, 532 Männer und 19 juristische Personen«, legen INRA-Daten offen.

Boliviens ungleiche Landverteilung ist einer der wichtigsten Gründe für die große Armut auf dem Land. Nach der »Revolution von 1952«, als sich die Indigenen erstmals in der Geschichte der Republik das Wahlrecht erkämpften, stand die Landfrage schon einmal auf ...

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