25.03.2013 / Feuilleton / Seite 13

Kickstart und Suppe

Die Architekturausstellung »Stadt: Kultur« in Berlin

Diego Castro
Es ist kein neuer Ansatz, mit dem Bau architektonischer Wahrzeichen wie Kunsthallen oder Opernhäuser die Stadtentwicklung zu beflügeln. In den 1960er Jahren gründeten solche städteplanerischen Interventionen noch stärker auf sozialen, inklusiven Konzepten. In der jüngeren Baugeschichte sind es vermehrt kommerzielle.

Mit der Einführung von City-Rankings geriet die »Landmark-Architektur« zum Leitmotiv im Wettstreit der Metropolen. Von spektakulär gestalteten Kulturinstitutionen erhoffen sich Lokalpolitiker den wirtschaftlichen Kickstart. Fast jede größere Stadt in Europa hat sich dem neoliberalen Marketing verschrieben.

Sagenhafte Auswirkungen des kühnen Guggenheim-Museums von Frank O. Gehry führten zur Prägung des Begriffs »Bilbao-Effekt«, der heute für ein strukturpolitisches Allheilmittel steht. Über die mangelnde Nachhaltigkeit des Effekts wird genauso ungern geredet wie über die Schwierigkeiten, in einer derart dominanten Architektur Kunstwerke adäqu...



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