08.03.2013 / Inland / Seite 4

»Druck, den wir brauchen«

Zehn Jahre nach Verabschiedung der »Agenda 2010«: Wolfgang Clement und Dietmar Bartsch ­diskutieren beim »Institut der deutschen Wirtschaft«

Sebastian Carlens
Die »Agenda 2010« wird zehn Jahre alt. Sie habe Deutschland »nicht nur Negatives« gebracht, konnte Dietmar Bartsch, stellvertretender Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag, feststellen: So eine Behauptung wäre »absurd«. Es ist seine Partei, die solche Positionen vertritt, aber punkten hätte er am Donnerstag mit diesen programmatischen Aussagen kaum. Geladen hatte schließlich das »Institut der deutschen Wirtschaft« (IW) zu seinen »Berliner Gesprächen«, und gemeinsam mit dem Chefarchitekten der SPD-Grünen Reformen, dem Ex-»Superminister« für Arbeit und Wirtschaft Wolfgang Clement, debattierte Bartsch über die Folgen der »Agenda«. Der Ex-Sozialdemokrat Clement, der sich nach der Abwahl verbittert aus der SPD zurückzog, und Bartsch, ein führender Vertreter jener Partei, deren bundesweiter Erfolg erst durch die Politik Gerhard Schröders und Wolfgang Clements möglich wurde – beinahe schicksalhaft, so ein Zusammentreffen. Das IW, laut Eigendarstellung »führendes privates Wirtsch...

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