04.03.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

Wende in »Klein-Moskau«

In Mörfelden ist die DKP zu ihrem 20. Parteitag zusammengekommen – und hat sich für einen neuen Vorsitzenden und Richtungswechsel entschieden

Thomas Eipeldauer
Im Bürgerhaus der hessischen Kleinstadt Mörfelden-Walldorf, im Volksmund wegen ihrer langen Arbeiterbewegungstradition als »Klein-Moskau« bekannt, ist die DKP am Wochenende zu ihrem 20. Parteitag zusammengekommen. 152 Delegierte – die jüngste 17, die beiden ältesten 88 Jahre alt – waren aus dem gesamten Bundesgebiet angereist, um die Spitze der Deutschen Kommunistischen Partei neu zu wählen und eine Kriseneinschätzung sowie zukünftige Handlungsorientierungen für die Mitglieder der Organisation zu diskutieren.

Keine einfache Aufgabe, ringen doch seit einigen Jahren zwei Strömungen um die Hegemonie in der Partei, die in vielen Fragen geradezu gegensätzliche theoretische Positionen vertreten. Meinen die einen, die Transnationalisierung des Kapitals mache eine Neufassung der Imperialismusanalyse erforderlich, sehen die anderen Lenins Imperialismustheorie gerade durch die jüngsten Entwicklungen im Gefolge der kapitalistischen Krise bestätigt. Und ...

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