05.12.2012 / Ausland / Seite 2

»Abbas muß jetzt erläutern, was er will«

Nach dem Abstimmungssieg in der UNO: Palästina braucht eine längerfristige Strategie. Ein Gespräch mit Nassar Ibrahim

Raoul Rigault
Nassar Ibrahim ist Publizist und Aktivist des linken »Alternative Information Center« (AIC) in Jerusalem. Zuvor war er Chefredakteur des Wochenmagazins El Hadaf der marxistischen Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP)

Die UN-Vollversammlung hat in der vergangenen Woche den Status der palästinensischen Vertretung zu dem eines Beobachterstaates aufgewertet. Welches Gewicht hat diese Entscheidung?

In der Praxis ändert sich gar nichts, das israelische Kolonialsystem wird dadurch nicht angetastet. Was wir erleben, ist eine Umkehrung der politischen Strategie der Palästinenser.

Immerhin hat die Autonomiebehörde unter Mahmud Abbas ihren Antrag durchgebracht. Was hat sich im Vergleich zum ersten Anlauf vor einem Jahr verändert?

Damals war Abbas mit der Forderung nach Vollmitgliedschaft gescheitert. Dann hat er beschlossen, erst einmal zur UNESCO zu gehen, die Palästina als Mitgliedsstaat akzeptierte, und nun einen neuen, weniger weitgehenden, ...

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