06.11.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Kein Recht auf Rückkehr

Präsident Abbas gibt im TV-Interview zentrale Forderung palästinensischer Flüchtlinge preis. Massive Kritik in Gaza. Israel sagt danke

Karin Leukefeld, Damaskus
Im September beantragte der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, bei den Vereinten Nationen die Anerkennung eines Staates Palästina als UN-Mitglied. Die USA drohten ihr Veto an, und Abbas stimmte zu, daß der Antrag in einer Warteschleife im UN-Sicherheitsrat geparkt wurde. Nun soll er erneut eingebracht werden. Eine Abstimmung wird für den 15. November erwartet. Bei den Palästinensern sorgt Abbas derweil mit Äußerungen zum Recht auf Rückkehr für Empörung. In einem Interview mit dem israelischen Fernsehsender Kanal 2, das am vergangenen Freitag ausgestrahlt wurde, fragte der israelische Reporter Abbas, ob er beabsichtige, wieder in seine Heimatstadt Safed zurückzukehren. Die ursprünglich palästinensische Stadt liegt heute im Norden Israels. Nach der gewaltsamen Gründung Israels 1948 floh der damals 14jährige Abbas mit Eltern und Geschwistern und Hunderttausenden anderen Palästinensern nach Damaskus in Syrien.

Er würde Safed gern...

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