26.10.2012 / Titel / Seite 1

Prügel, Tritte, Tränengas

Peter Wolter
Je empörter die Menschen gegen Lohnraub, Entlassung und Armut protestieren, um so brutaler schlägt die Polizei zu. Und zwar europaweit, beklagt die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) in einer am gestrigen Donnerstag in Madrid vorgestellten Übersicht. Grundlage der Studie sind vor allem Spanien, Griechenland und Rumänien.

Friedliche Demonstranten würden immer häufiger von Polizisten geschlagen und getreten, sowie durch Tränengas und Gummigeschosse verletzt, heißt es im Begleittext der Dokumentation. Rechtsverstöße der Polizei blieben in vielen Fällen folgenlos, sie würden »weder untersucht, noch geahndet«. Die Polizeigewalt richte sich auch gegen berichterstattende Journalisten; sie sei oft »exzessiv«, Festnahmen erfolgten mitunter »willkürlich«. Verletzten Demonstranten werde sogar medizinische Hilfe verweigert.

Amnesty fordert in dem Bericht die Einhaltung strikter Richtlinien beim Einsatz von Pfefferspray, Tränengas, Wasserwerfern u...



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