24.10.2012 / Ausland / Seite 7

Mord nach Protest

Philippinen: Armee bekämpft Widerstand gegen Bergbauprojekt eines Schweizer Konzerns

Michael Reckordt und Rainer Werning
In den frühen Morgenstunden des 18. Oktober befanden sich Juvy Capion und ihre beiden acht und dreizehn Jahre alten Söhne John und Jordan in ihrer Nipahütte in Datal Aliong, einem entlegenen Dorf in der südphilippinischen Gemeinde Kiblawan, als gegen 6.30 Uhr Soldaten des 27. Infanteriebataillons der Armee die Behausung zehn Minuten lang unter Beschuß nahmen und die drei töteten. Juvys Ehemann, Daguil Capion, das eigentliche Ziel dieser militärischen Aktion, gelang die Flucht. Capion ist Vorsitzender der lokalen Gemeinschaft der indigenen B’laan. Ausgerechnet auf deren Terrain möchte der schweizerische Bergbaukonzern Xstrata mit seiner philippinischen Tochter Sagittarius Mines, Inc. (SMI) das Tampakan-Kupfer-Gold-Projekt als offenen Tagebau betreiben. Umgerechnet 5,9 Milliarden US-Dollar will SMI, an der Xstrata 62,5 Prozent der Aktien und die Managementkontrolle hält, in der Region investieren, um jährlich 375000 Tonnen Kupfer und 360000 Unzen Gold...

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