23.10.2012 / Ausland / Seite 7

Italien wie geschmiert

Immer wieder neue Korruptionsskandale. Parlamentsauflösung und Neuwahlen in der Lombardei

Micaela Taroni, Rom
Zwanzig Jahre nach der Korruptionsaffäre »Tangentopoli« (Schmiergeldrepublik), die in Italien Anfang der neunziger Jahre ein politisches Erdbeben ins Rollen gebracht und eine ganze politische Führungselite weggefegt hat, erschüttern neue Bestechungsskandale die italienische Politik. Kein Tag vergeht, ohne daß neue Skandale namhafter Persönlichkeiten auffliegen. Betroffen ist vor allem die Partei »Volk der Freiheit« (PdL) von Expremier Silvio Berlusconi.

Besonders skandalumwittert war zuletzt die Lombardei, reichste Region und Industriemotor des Landes. Hier wurde in der ersten Oktoberhälfte Domenico Zambetti festgenommen, ein hochrangiges Mitglied des lombardischen Regionalparlaments und Mitglied der Regionalregierung. Die Vorwürfe sind verheerend: Der Politiker soll bei der kalabrischen Mafia-Organisation »Ndrangheta« für 200000 Euro 4000 Stimmen gekauft haben, um sich bei den Regionalwahlen 2010 den Sprung ins Regionalparlament zu sichern. Der Eklat ha...

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