23.10.2012 / Titel / Seite 1

Unverzichtbare Quellen

Claudia Wangerin
Berlins früherer Innensenator Ehrhart Körting (SPD) hält den Einsatz von »Vertrauensleuten« in der Neonaziszene für unverzichtbar – das betonte Körting am Montag während einer Befragung im Innenausschuß des Abgeordnetenhauses mehrfach. Nicht erklären konnte er dagegen, warum während seiner Amtszeit das Berliner Landeskriminalamt (LKA) einerseits den vorbestraften Thomas Starke als »Vertrauensmann« geeignet fand, andererseits aber den Hinweis des Spitzels auf drei untergetauchte Neonazis aus Jena nicht ernst nahm, die später als »Zwickauer Terrortrio« bekannt wurden. »Nach meiner sicheren Erinnerung ist mir dieser Vorgang nicht vorgelegt worden«, sagte Körting mit Blick auf den brisanten Tip aus dem Jahr 2002. Seine zehneinhalbjährige Amtszeit endete im Herbst 2011. Der Neonazi Thomas Starke soll in etwa gleich lang als V-Mann des LKA in der rechten Szene aktiv gewesen sein – von Ende 2000 bis Anfang 2011.

Die Bundesanwaltschaft ermittelt nun ...

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