23.10.2012 / Inland / Seite 4

Atomfrage als Vorwand

Ehemaliger iranischer Botschafter erläutert in Berlin, warum sein Land die Bombe nicht baut

Daniel Bratanovic
Hossein Mousavian glaubt nicht an einen Militärschlag gegen sein Land. Der Iraner, einstiger Botschafter in Deutschland und ehemaliger Verhandlungsleiter Irans bei der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), gab sich überzeugt, daß die Kriegsdrohungen Israels gegen die Islamische Republik wegen einer vermeintlichen Atomwaffenfähigkeit des Landes lediglich ein Bluff seien, eine, wenngleich erfolgreiche, Drohkulisse, um Sanktionen zu provozieren. Für einen Alleingang sei Israel zu schwach, während die USA angesichts der Erfahrungen im Irak und in Afghanistan zögerten. Mousavian war auf Einladung der deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs (IPPNW) am Montag in Berlin, um seinen, wie er betonte, persönlichen Standpunkt darzulegen. Im Rahmen des Projekts »Dialog statt Bomben. Kein Krieg im Nahen und Mittleren Osten« will die Vereinigung vor einem möglicherweise drohenden Krieg gegen den Iran warnen. »Ein Militärschlag hätte verheerende Folgen ...

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