23.10.2012 / Inland / Seite 5

Kein Aufbruch

Mit den Personalentscheidungen beim Landesparteitag setzt die Linkspartei in Berlin auf Kontinuität

Christian Linde
Die desaströse Bilanz von zehn Jahren »rot-roter« Koalition, die nach wie vor unzureichende inhaltliche Aufarbeitung und der fehlende personelle Neuanfang schlagen sich knapp ein Jahr nach der schweren Niederlage bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus und dem Verlust der Regierungsmacht nun auch innerhalb der Berliner Linkspartei nieder. Gerade einmal 101 der 152 Delegierten bestätigten beim Landesparteitag am Wochenende den seit 2005 amtierenden Landesvorsitzenden der Linken in seiner Funktion. Obwohl kein Gegenkandidat zur Wahl stand, entfielen auf Klaus Lederer damit nur 66,4 Prozent. Zum Vergleich: 2010 waren es immerhin noch 78 Prozent. Noch härter traf es Elke Breitenbach, seit nunmehr einem Jahrzehnt Parlamentsabgeordnete und stets vehemente Verteidigerin des Kurses der SPD-Linke-Koalition. Die zukünftige Vizevorsitzende unterstützten lediglich 59 Prozent der Stimmberechtigten. Als weitere Stellvertreter wurden Heidi Kloor (62 Prozent) und Daniel Tietze (69 Prozent) gewählt. Weite...

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