23.10.2012 / Feuilleton / Seite 12

Höchste Zeit für Schwarz

Und dann fällt mir noch was mit E ein: Eindrücke vom 6. Zebra Poetry Film Festival in Berlin

Malte Abraham
Ich bin ganz gut angezündet, als ich ins Berliner Kino Babylon zum 6. Zebra Poetry Film Festival gehe. Das muß ich vorher sagen. Tatsächlich kann ich mich kaum noch konzentrieren und versuche, mir möglichst vor dem nächsten Bier noch einen Aufhänger für den Artikel zu überlegen. Wie illustrativ, denke ich, als ich die pyramidal gestapelten Buchstaben B A B Y L O N über dem Kinoeingang entdecke und muß grinsen – wahrscheinlich so ein etwas übertriebenes, betrunkenes Grinsen, denk ich und laß es. Dann fällt mir ein – ich bin wirklich überrascht, daß mir das einfällt – Zebra, das heißt in allen Sprachen Zebra. Babylon, Sprachverwirrung, Zebra usw. – daraus kann man was basteln. Das hätte ich schon mal. Im Saal fängt die Veranstaltung an. Natürlich ist als allererstes zu klären: Poetry Film, was ist das? So was ist immer total langweilig, weil eh nur die Künstler und ihre Freunde da sind, die ständig nichts anderes zu hören bekommen: »Ich bin gerade an so einem Po...

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