23.10.2012 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Schwaben Mobil geizig

Arbeitskampf bei Billignahverkehrstochter der Stadtwerke Ulm zieht sich hin. Firma wurde 2006 ausgegliedert, um Löhne zu drücken

Mirko Knoche
Selbst den Schwaben sind die Stadtoberen zu geizig. Die Busfahrer einer Billigtochter des Ulmer Nahverkehrs haben mehrfach gestreikt, um eine Angleichung ihrer Löhne an das Landesniveau durchzusetzen. Am vergangenen Freitag setzten sie ihre Arbeitsniederlegungen aus, weil es ein »starkes Signal« der Schwaben-Mobil-Leitung gegeben habe, in den nächsten vier Wochen zu einer Einigung zu kommen, zitierte die Augsburger Allgemeine am Wochenende die zuständige ver.di-Funktionärin Maria Winkler. Die Stadtwerke Ulm (SWU) hatten 2006 die neue Gesellschaft Schwaben Mobil gegründet und 190 Fahrer dorthin ausgeliehen. Die erhalten nach Gewerkschaftsangaben nur noch einen Lohn von 10,73 Euro bis 11,88 Euro pro Stunde, im Vergleich zu 14,89 Euro im regulären öffentlichen Nahverkehr Baden-Württembergs.

Laut ver.di hat Schwaben Mobil die Stundenlöhne zwischen 2008 und 2012 um insgesamt 80 Cent gesenkt. Zum 1. Juli wurden sie dann um 33 bis 37 Cent auf das heutige Niveau...

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