22.10.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

»Absage an Grabenkämpfe«

In Leverkusen treffen sich am kommenden Wochenende Sozialisten und Kommunisten zur Diskussion über »Revolutionstheorie für das 21. Jahrhundert«. Ein Gespräch mit Manuel Kellner und Ekkehard Lieberam

Arnold Schölzel
Dr. Manuel Kellner (Köln, l.) ist Historiker und Politikwissenschaftler, Prof. Dr. Ekkehard Lieberam (Leipzig) ist Jurist und Sozialwissenschaftler. Sie sind Organisatoren des ­vierten Leverkusener Treffens Mehr als zwanzig Jahre sind seit dem Untergang der sozialistischen Länder Europas vergangen. Die historische Niederlage wirkt fort, ist nur in Ansätzen theoretisch verarbeitet. Ihre verheerenden Folgen für die Arbeiterbewegung und linke Organisationen sind noch nicht an einem Endpunkt angelangt. Was soll vor diesem Hintergrund eine Konferenz zum Thema »Revolutionstheorie« leisten? Ekkehard Lieberam: Die kapitalistische Produktionsweise ist in einer strukturellen Krise, die sich gegenwärtig zuspitzt. Der Sozialismus des 21. Jahrhunderts kann nur aus den Klassenkämpfen dieses Jahrhunderts hervorgehen. Die Verarbeitung der Erfahrungen mit den Sozialismusversuchen des 20. Jahrhunderts und dem Scheitern des »realen Sozialismus« ist wichtig, aber auch das Scheitern reformsozialistischer ...

Artikel-Länge: 8634 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text- oder HTML-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe