22.10.2012 / Thema / Seite 10

Der General Anzeiger

Geschichte. Heute vor fünfzig Jahren wurde der Oberstleutnant a. D. Friedrich August Freiherr von der Heydte von Franz Josef Strauß zum Brigadegeneral der Reserve ernannt. Das war verdient

Otto Köhler
Tapfer: »Muß ich sterben, will ich fallen« – das verheißen seine Memoiren, die er 1987 in dem unter Nazis hochangesehenen Vowinckel Verlag veröffentlichte. Umsichtig: »Von der Nähe eines Krieg überzeugt, entschloß ich mich im Sommer 1938 auf Brautschau zu gehen, um zu verhindern, daß im Fall einer bewaffneten Auseinandersetzung (…), in der ich mein Leben lassen könnte, unsere Familie, deren erste Angehörige im 13. Jahrhundert erscheinen, im 20. Jahrhundert ausstürben.« Kaltblütig: Friedrich August Freiherr von der Heydte beschloß darum, einen entfernten Onkel in Bayern zu bitten, »mir eine Liste der heiratsfähigen, weiblichen jungen Adligen in Südbayern zu senden«. Der Onkel schickte die erwünschte Aufstellung, die der nunmehr 31jährige Deckhengst abarbeitete: »Nach ein paar mißlungenen ›Musterproben‹ fand ich dann im Juni 1938 in der reizenden, bescheidenen jüngeren Tochter der Gräfin Montgelas das, was ich suchte.« Das, was er gesucht hatte, muß gerade ...

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