22.10.2012 / Politisches Buch / Seite 15

Happy-End blieb aus

Bernd Fischer erklärt, wie die Geheimdienste der DDR und der UdSSR zusammengearbeitet haben

Daniel Bratanovic
Der bürokratisch-gründliche Furor der deutschen Konterrevolution ließ keinen Stein auf dem anderen. Hinter dem Euphemismus »Wiedervereinigung« verbirgt sich ein Vorgang, der mit den Begriffen Einverleibung und restloser Beseitigung der Staats- und Verwaltungsstrukturen der DDR weitaus angemessener zu beschreiben wäre. Daß dabei auch deren geheimdienstlicher Apparat unter die Räder geriet, versteht sich von selbst. Vor allem dann, wenn berücksichtigt wird, »daß für die Auslandsaufklärung der DDR von der ersten Minute nur ein Hauptoperationsgebiet existierte«: die Bundesrepublik Deutschland. Und auf diesem Gebiet war der Außenpolitische Nachrichtendienst bzw. die spätere Hauptverwaltung A im Ministerium für Staatssicherheit ausgesprochen wirkungsvoll. Das konnte der Gegenseite nicht gefallen.

Die Tätigkeit der HVA behinderte zudem effektiv d­ie Arbeit des US-amerikanischen Geheimdienstes östlich der Elbe. Sie habe es vermocht, bilanziert der CI...

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