19.10.2012 / Titel / Seite 1

Generalstreik gegen EU

Arnold Schölzel
Ein landesweiter Ausstand legte am Donnerstag das öffentliche Leben in Griechenland weitgehend lahm. In Athen protestierten nach Angaben von Agenturen rund 40000 Menschen gegen die von der »Troika« aus Internationalem Währungsfonds, EU-Kommission und Europäischer Zentralbank diktierten sozialen Einschnitte und Gehaltskürzungen. In einer Regierungserklärung vor dem Bundestag in Berlin verlangte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mehr Haushaltsdisziplin. Sie schlug vor, daß künftig ein EU-Währungskommissar das Recht haben solle, in nationale Haushalte einzugreifen.

In Griechenland hatten die beiden größten Gewerkschaften zum zweiten Mal innerhalb eines Monats zu einem 24stündigen Generalstreik aufgerufen. Die Straßen im Zentrum Athens waren am Morgen weitgehend verwaist. Schiffe blieben im Hafen, viele Busse und Bahnen in den Depots. Krankenhäuser arbeiteten mit einer Notbesetzung. Ämter, Ministerien, Schulen und die meisten Geschäfte blieben geschlossen,...

Artikel-Länge: 3677 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe