19.10.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Mit Vollgas bergab

Autoabsatz in Europa bricht erneut ein. Unternehmensberatung spricht von düsteren Aussichten für das gesamte Jahrzehnt. Insolvenzen und Werksschließungen erwartet

Daniel Behruzi
Was von vielen befürchtet wurde ist eingetreten: »Der Double Dip hat die europäische Automobilindustrie erreicht.« Mit dieser Feststellung beginnt eine von der Unternehmensberatung AlixPartners vorgelegte Analyse zur Zukunft der Branche und speziell zur Situation der Zulieferer. Demnach ist der »Double Dip«, also das erneute Eintauchen der Wirtschaft in die Rezession, bereits Realität. Die Aussichten bis 2020 sind düster. Vor diesem Hintergrund erwartet – und propagiert – AlixPartners »Restrukturierungen«, sprich: die Schließung von Werken und die Vernichtung von Arbeitsplätzen. Insbesondere mittelständische Zulieferer könnten durch den Preisdruck der Großkonzerne in die Insolvenz getrieben werden.

Blick zurück auf die bislang letzte Krise: Vom Rekordwert 2007, als über 22 Millionen Neuwagen (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) in Europa verkauft worden waren, brach der Absatz 2008/2009 auf rund 18 Millionen ein. Dennoch blieb die damals befürchte...

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