19.10.2012 / Feuilleton / Seite 13

Na? Eben Eddi!

Plädoyer für einen neuen alten Preis, in Gedenken an Edgar Külow

Matthias Oehme
Der Schauspieler, Satiriker und jW-Sportkolumnist Edgar Külow starb am 29. September in Berlin im Alter von 87 Jahren. Auf seiner Beisetzung am 13. Oktober in Berlin-Weißensee hielt Matthias Oehme, Chef der Eulenspiegel-Verlagsgruppe, in deren Programm auch Edgar Külow veröffentlicht hatte, die Trauerrede, von der wir einen Auszug drucken. (jW)

In der weiland DDR saß der am wenigsten fröhliche Bezirkssekretär in Leipzig und hieß Paul Fröhlich. Der war auf seine Art ein berühmter Mann, und seine Berühmtheit war umgekehrt proportional zu seiner Beliebtheit. Dem Zentralismus sei Dank, auf irgendeine Weise war Fröhlich auch Kabarettchef, was aus der Ferne – no jokes with names – ja ganz passend klingen will.

Doch als die Leipziger Pfeffermühle 1964 unter ihrem Leiter Edgar Külow ein Programm herausbrachte, das »Woll’n wir doch mal ehrlich sein« hieß, sah Fröhlich das als Affront und ideologische Diversion an. Man kommt heute oft...

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