19.10.2012 / Sport / Seite 16

Gut zu Fuß

Ein Kurde ist für den Frieden 1300 Kilometer durch die Türkei gelaufen

Birgit Gärtner
Wenn Halil Savda am Samstag wie geplant in Ankara eintrifft, wird er in 50 Tagen 1 300 Kilometer zurückgelegt haben. Der kurdische Kriegsdienstverweigerer will nicht ins »Guinessbuch der Rekorde«. Sein »Friedenslauf« richtet sich »gegen Unterdrückung, Armut und Krieg«, heißt es in einer Solidaritätserklärung der Hamburger Linksfraktion. »Während des Laufes will der Aktivist das Leid in den Dörfern und Städten dokumentieren und die Öffentlichkeit sensibilisieren.«

Aufgebrochen war Savda am 1. September in Roboskî (türkisch: Ortasu), einem kurdischen Dorf nahe den Grenzen zu Irak und Syrien. 34 Kinder und Jugendliche waren hier Ende 2011 durch türkische Kampfflugzeuge ermordet worden. Gemeinsam mit ihren Angehörigen besuchte Savda am Antikriegstag ihre Gräber.

Mittlerweile hat er etwa 20 Begleiter. Einige mehr haben sich für kürzere Etappen angeschlossen. Einen Tag lang war beispielsweise Ismail Attay mit der Gruppe unterwegs. Er hatte sich bereits Anfang...



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