18.10.2012 / Inland / Seite 4

Erneut Streß bei UPS

Paketdienstleister will kritisches Betriebsratsmitglied am Köln-Bonner Flughafen krankheitsbedingt kündigen. Gewerkschaft spricht von Mobbing

Daniel Behruzi
Erneut fällt der US-Logistikkonzern United Parcel Service (UPS) durch Konflikte mit kritischen Betriebsräten auf. Nachdem sich die Internationale Transportarbeiter Föderation (ITF) und ver.di öffentlich über »skandalöse Managementmethoden« am Standort Ditzingen beschwert haben (siehe jW vom 1. September), eskaliert nun auch an der Hauptumschlagbasis des Paketdienstleisters auf dem Köln-Bonner Flughafen eine Auseinandersetzung mit der Beschäftigtenvertretung. Am heutigen Donnerstag treffen sich beide Seiten vor dem Kölner Arbeitsgericht zur Güteverhandlung (10.30 Uhr, Pohligstr. 9). Das Unternehmen will ein Betriebsratsmitglied »krankheitsbedingt« entlassen, das Gremium hat widersprochen. Nach Ansicht von Gewerkschaftern verfolgt das UPS-Management vor allem das Ziel, einen »arbeitgeberfreundlichen« Betriebsrat zu erreichen.

Ilker Erdener wurde 2006 in den Betriebsrat des UPS-Standorts Köln-Bonn/Troisdorf-Spich mit rund 2350 Beschäftigten gewählt. Kandidi...

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