17.10.2012 / Ausland / Seite 7

Spaltung vertieft

Belgiens Separatisten gehen gestärkt aus Kommunalwahlen hervor und fordern Konföderation

Gerrit Hoekman
Bart De Wever hat im letzten Jahr rund 80 Kilo abgespeckt, aus dem einstigen Schwergewicht ist fast ein dürres Hemd geworden. Im selben Maß wie bei dem rechtsliberalen Nationalisten aus Flandern die Kilos purzeln, bekommt seine Partei, die Neu-Flämische Allianz (N-VA), in letzter Zeit bei Wahlen in Belgien Speck auf die Rippen. Am vergangenen Sonntag war das kleine Land an der Nordsee aufgerufen, neue Gemeindeparlamente zu bestimmen – ein Drittel aller Flamen wählte die Separatisten, die zum ersten Mal mit einer eigenen Liste in den Kommunen angetreten waren. Im frankophonen Wallonien siegten hingegen die Sozialdemokraten.

Bart De Wever selbst trat in Antwerpen an, der größten Stadt in Flandern und als Seehafen und Diamantenmetropole das wirtschaftliche Zentrum der Region. 37 Prozent der Stimmen erhielt er und wird damit wahrscheinlich der erste Bürgermeister, den seine Partei stellt. »Ein historischer Punkt ohne Wiederkehr«, jubelte De...

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