13.10.2012 / Thema / Seite 10

Auf Crashkurs

Drei Jahre Euro-Krise und kein Ende. Teil 1: Schulden, Kürzungsprogramme, Arbeitslosigkeit

Andreas Wehr
Fast genau auf den Tag vor drei Jahren begann das, was man heute Euro-Krise nennt. Am 4. Oktober 2009 hatte in Griechenland die sozialdemokratische PASOK mit heute nicht mehr vorstellbaren 43,9 Prozent die Wahlen für sich entschieden. Diesen Erfolg errang sie mit Versprechungen zu Ausgabenerhöhungen im Sozialbereich. Nach dem Sieg wollten die Sozialdemokraten aber davon nichts mehr wissen. Da kam dem neuen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou die Aufdeckung von Schummeleien bei der Errechnung der staatlichen Schuldenquote durch die konservative Vorgängerregierung gerade recht: Das zu erwartende Haushaltsdefizit für 2009 wurde von 6 auf 12 bis 13 Prozent heraufgesetzt. Was von Papandreou lediglich als Ausrede für die Aufgabe von Wahlversprechen gedacht war, weckte jedoch sofort das Mißtrauen der Finanzmärkte gegenüber der Stabilität des griechischen Finanzsystems. Die Renditeforderungen für Athener Staatsanleihen begannen zu steigen. So kam es zu einem Brand, der mit eigenen Mitteln...

Artikel-Länge: 21874 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text- oder HTML-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe