11.10.2012 / Leserbriefe / Seite 14

Aus Briefen an die Redaktion

»Wir dürfen uns jetzt an dem ausgekungelten Kandidaten Steinbrück erbauen. Ist ein solcher wählbar, wenn er uneingeschränkt zur Agenda 2010 steht; wenn er Niedriglöhne und Armutsrenten richtig findet?«

Treppenwitz

Zu jW vom 2./3. Oktober: »Spaß mit Steinbrück«

Daß ausgerechnet dieses Schoßhündchen des Finanzkapitals nun mit angeblichen Regulierungsabsichten für eben diese Konzerne in den Wahlkampf zieht (»die Macht der Banken zerschlagen«), ist ein Treppenwitz der Geschichte und nur dem Vertrauen in die Vergeßlichkeit des Fußvolkes geschuldet.

Denn es war Steinbrück, der in der ersten Welle der aktuellen Systemkrise 2008 als Finanzminister unter Merkel lauthals und aggressiv in die Mikrofone tönte, daß etwa die exorbitanten Boni-Ausschüttungen an die Bankrotteure nun aber so was von gestoppt würden. Passiert ist – nix.

Und es war Steinbrück, der als NRW-Ministerpräsident 2004 auf die Frage, ob auf Hartz IV nun Hartz V bis Hartz VIII folgen müßten, antwortete: »Das ist eine Frage der Dosis, die die Menschen vertragen können«!

Mit dem einstimmigen Beschluß ihres Parteivorstandes für diese Kandidatur hat sich die frühere Arbeiterpartei SPD endgül...







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