11.10.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

EADS bleibt Single

Putsch der Konzernführung gegen Aktionäre, Regierungen und Beschäftigte gescheitert. Topmanagement der Rüstungskonzerne gibt Fusionsplan mit BAE auf

Klaus Fischer
Die geplante Fusion zwischen dem deutsch-französisch-spanischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS und dem britischen Rüstungskonzern BAE Systems ist geplatzt. Das teilte ein BAE-Sprecher am Mittwoch mit. Damit scheiterte der Versuch leitender Angestellter beider Unternehmen, handstreichartig den nach Umsatz größten Rüstungskonzern der Welt zu schmieden. Vermutlich hatten die Vorstandschefs Thomas Enders (EADS) und Ian King (BAE) bei ihrem Coup darauf gesetzt, daß derartige Projekte, sind sie einmal in der Öffentlichkeit, zum Selbstläufer werden. Falls dies das Kalkül war, ist es nicht aufgegangen. Zu folgenreich war offenbar ein Zusammengehen für Regierungen und Großaktionäre, als daß es auf die Schnelle und unter Regie der angestellten Manager hätte durchgezogen werden können. Es ging um Industrie- und Standortpolitik, mögliche Technologietransfers, Absatzmärkte und nicht zuletzt um Arbeitsplätze. Auch die Konkurrenz dürfte ihren Anteil am Scheitern der Pläne ...

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