11.10.2012 / Inland / Seite 8

»Opfer von Polizeigewalt können sich kaum wehren«

Konferenz in Berlin thematisiert rassistische Kontrollen und Übergriffe von Beamten. Ein Gespräch mit Johanna Mohrfeld

Gitta Düperthal
Johanna Mohrfeldt ist Aktivistin der Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP) und engagiert sich bei Opferberatungsstelle ReachOut in Berlin Die Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt veranstaltet am Wochenende eine internationale Konferenz in Berlin gegen »Racial Profiling«, unterstützt unter anderem von der Opferberatungsstelle ReachOut, der Rosa-Luxemburg-Stiftung und dem Bildungswerk der Heinrich-Böll-Stiftung. Welche Polizeimethoden prangern Sie an? In Berlin und anderen deutschen Städten berichten Menschen immer wieder, von der Polizei gestoppt und kontrolliert worden zu sein. Aufgrund ihrer schwarzen Hautfarbe und ihres Erscheinungsbildes werden sie dabei häufig unverhältnismäßigen körperlichen Maßnahmen unterzogen. Meist ohne konkreten Verdacht. Die Polizei geht dabei offenbar von der Vorstellung aus, daß schwarze Personen häufig kriminelle Handlungen begehen. Sie kontrolliert Menschen, die in dieses Profil passen. Polizistinnen und Polizisten laufen durch ...

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