11.10.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Pulverfaß und Krisenkataster

Rainer Werning
In Südostasiens ältester Krisenregion – Mindanao, Basilan und Jolo – erweist sich die Suche nach einem tragfähigen Frieden als mühseliger Prozeß. Externer Kolonialismus und interne Kolonisierung hinterließen ein vielschichtiges Konfliktpotential, das zahlreiche (bewaffnete) Protagonisten mit höchst unterschiedlichen Interessen beseitigen wollten. Solange aber das Selbstbestimmungsrecht der Moros und die Belange der indigenen Völker (Lumad) nicht respektiert werden, wird Frieden auf Dauer ein Fremdwort in der Region bleiben. Bereits im Dezember 1976 und im September 1996 herrschten Jubel und Euphorie in Manila, als deren Regierungen mit der Moro Nationalen Befreiungsfront (MNLF) einen Schulterschluß vollzogen und mit deren Führung unter Nur Misuari ein Friedensabkommen beziehungsweise einen Endgültigen Friedensvertrag schlossen. Die 1969 entstandene MNLF hatte ursprünglich für einen unabhängigen Staat im Süden optiert. Doch diese Maximalforderung führte letztlich in eine S...

Artikel-Länge: 5475 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text- oder HTML-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe