10.10.2012 / Antifa / Seite 15

Antifaschist weiter in Haft

19jähriger seit April im Gefängnis. Solidaritätsdemo am Samstag in Nürnberg. Kritik an inflationär gebrauchtem Vorwurf des »versuchten Totschlags«

Markus Bernhardt
Gegen einen Justizskandal richtet sich eine bundesweite Demonstration am kommenden Sonnabend in Nürnberg. Unter dem Motto »Antifaschismus ist nicht kriminell!« fordern die Veranstalter die umgehende Freilassung des jungen Antifaschisten Deniz K., der bereits seit 21. April in der Justizvollzugsanstalt Nürnberg sitzt (jW berichtete). Die Staatsanwaltschaft Nürnberg wirft dem erst 19jährigen Neonazigegner vor, bei einer Demonstration am 31. März in Nürnberg mit einer nur zwei Zentimeter starken Fahnenstange aus Holz behelmte und gepanzerte Polizeibeamte angegriffen zu haben und konstruierte daraus den Vorwurf des »versuchten Totschlags«. Obwohl es die Polizei war, die an besagtem Tag eine bis dahin friedliche Demonstration gegen den Terror des »Nationalsozialistischen Untergrundes« (NSU) angriff und sich nach dem Einsatz keine Beamten als verletzt meldeten, hat Ulrike Pauckstadt-Maihold, die stellvertretende Behördenleiterin der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, die Vorwürfe gegen Den...

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