10.10.2012 / Ausland / Seite 6

Rechte schmiedet Block

Wahlkampf in Italien: Berlusconi erklärt seinen Verzicht. Mitte-Links setzt auf Streit ­untereinander und damit den Wahlsieg aufs Spiel

Gerhard Feldbauer
Am Dienstag wurde in Italien neuer Wind ins Feuer des Wahlkampfes geblasen. Die meisten Medien warteten mit der Schlagzeile auf, daß der im November vergangenen Jahres als Regierungschef zu Fall gebrachte Mediendiktator Silvio Berlusconi erklärte, nicht wieder für das Amt des Premiers zu kandidieren. Dessen Nachfolger an der Spitze der Volksfreiheitspartei (PdL), Angelo Alfano, gab zu verstehen, daß der Verzicht des Medientycoons nicht so ganz freiwillig erfolgte, aber im Interesse »der Einigung des Rechten Zentrums« unausweichlich war.

In der über seinen Privatsender Canale 5 abgegebenen Erklärung, stellte Berlusconi als erstes klar, gegen wen er, wie immer, zu Felde ziehen will: Es gehe darum zu verhindern, daß »das Land den Linken ausgeliefert wird«. Sein Verzicht bedeute mitnichten einen Rückzug aus der Politik, in der er weiter den rechten Kurs bestimmen will. Gleichzeitig erklärte Berlusconi seine Unterstützung für die Kandidatur des de...

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